Gesundheit

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Wie ist die medizinische Versorgung geregelt?

Alle Flüchtlinge und Asylbewerber werden zuerst in so genannten Landeserstaufnahmeeinrichtungen untergebracht. Hier müssen alle eine ärztliche Untersuchung erhalten. Diese Untersuchung auf Krankheiten ist Pflicht. Im Rahmen der Erstuntersuchung werden auch Impfungen angeboten. Nach der Verteilung auf die Landkreise und kreisfreien Städte ist Ihr Anspruch auf die Behandlung akuter Erkrankungen und Schmerzzustände, Verabreichung von Schutzimpfungen und Durchführung der medizinisch gebotenen Vorsorgeuntersuchungen beschränkt.

Vor jeder medizinischen Behandlung brauchen Sie von der zuständigen Sozialverwaltung die Zustimmung für die Übernahme von Behandlungskosten bzw. einen Behandlungsschein (auch bezeichnet als Krankenbehandlungsschein). Diesen erhalten Sie vom zuständigen Landkreis bzw. der kreisfreien Stadt. Bestimmte Medikamente und Heil- und Hilfsmittel (wie z.B. Brillen, orthopädische Einlagen, Psychotherapie) erhalten Sie nicht oder nur in besonderen Fällen. Ausnahmen gibt es z.B. für Schwangere und Menschen in lebensbedrohlichen Situationen, Kinder und unbegleitete minderjährige Flüchtlinge.

Wenn Sie 15 Monate ununterbrochen Leistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz erhalten haben, bekommen Sie eine Versicherungskarte und die medizinische Versorgung und Krankenleistungen, auf die auch deutsche Versicherte einen Anspruch haben.