Unterstützungsmöglichkeiten

Unterstützungsmöglichkeiten
Kann ich (finanzielle) Unterstützung erhalten, wenn ich Asylbewerber beschäftige?

Es gibt verschiedene Möglichkeiten der Förderung, wenn Sie anerkannte Flüchtlinge, Asylbewerberinnen bzw. Asylbewerber oder Geduldete beschäftigen wollen. Ob in Ihrem speziellen Fall die Voraussetzungen gegeben sind, klären Sie am besten mit dem Arbeitgeber-Service der Agenturen für Arbeit vor Ort.

Was ist eine Assistierte Ausbildung (AsA)?

Vor und während einer betrieblichen Ausbildung können die Auszubildenden und Sie als Ausbildungsbetrieb mit der Assistierten Ausbildung Unterstützung finden. Sie können Hilfestellung bei der Verwaltung, Organisation und Durchführung der Ausbildung und der Begleitung im Betriebsalltag erhalten.

Anerkannte Flüchtlinge können diese Leistung ohne weiteres beantragen. Geduldete Personen können sie nach 15 Monaten Voraufenthalt beantragen. Asylbewerberinnen bzw. Asylbewerber (Aufenthaltsgestattung) haben dagegen keinen Anspruch auf diese Leistung.

Was beinhalten Ausbildungsbegleitende Hilfen für junge Menschen (abH)?

Die abH bietet Unterstützung für junge Menschen während einer betrieblichen Berufsausbildung oder einer Einstiegsqualifizierung (EQ). Je nach Bedarf umfassen die abH Wissensvermittlung (Allgemeinbildung oder Fachtheorie), Sprachunterricht bzw. sozialpädagogische Begleitung. Die abH werden von Bildungsträgern im Auftrag der Agenturen für Arbeit bzw. Jobcenter durchgeführt, finden in kleinen Gruppen statt und nehmen 3 bis 8 Stunden pro Woche (meist außerhalb der Arbeitszeit) in Anspruch.

Wie die AsA können anerkannte Flüchtlinge diese Leistung ohne weiteres beantragen. Geduldete junge Personen können sie nach einer Wartezeit von 15 Monaten rechtmäßigem Aufenthalt in Anspruch nehmen. Asylbewerberinnen bzw. Asylbewerber haben dagegen keinen Anspruch auf diese Leistung.

Was ist eine Einstiegsqualifizierung für Jugendliche (EQ)?

Während einer EQ können Grundlagen für den Erwerb beruflicher Handlungsfähigkeit vermittelt werden. Sie als Betrieb haben die Möglichkeit, die künftigen Auszubildenden und deren Fähigkeiten in der betrieblichen Praxis kennenzulernen. Eine EQ dauert in der Regel mind. 6 bis max. 12 Monate.

Anerkannte Flüchtlinge können diese Leistung ohne weiteres beantragen. Junge Asylbewerberinnen bzw. Asylbewerber können grundsätzlich ab dem 4. Aufenthaltsmonat und Geduldete ab dem ersten Tag der Duldung mit dieser Leistung gefördert werden, sofern die Anspruchsvoraussetzungen erfüllt sind. Bei jungen Menschen mit einer Aufenthaltsgestattung oder Duldung muss zusätzlich die Zustimmung der Ausländerbehörde vorliegen.

Was ist ein Eingliederungszuschuss (EGZ)?

Mit einem EGZ können Arbeitgeber finanzielle Zuschüsse erhalten, wenn sie Mitarbeiterinnen oder Mitarbeiter einstellen möchten, die (noch) nicht über die gewünschten beruflichen Erfahrungen und Kenntnisse verfügen. Höhe und Dauer des EGZ variieren je nach individuellen Fähigkeiten der bzw. des Arbeitsuchenden in Bezug auf den jeweiligen Arbeitsplatz. Für ältere, behinderte und schwerbehinderte Menschen kann der Leistungsumfang erweitert werden.

Was sind Maßnahmen zur Aktivierung und beruflichen Eingliederung (MAbE)?

Zur Feststellung oder Vermittlung von beruflichen Kenntnissen können Maßnahmen bei Arbeitgebern durchgeführt werden (bis zu sechs Wochen). Über die Notwendigkeit einer MAG und ob die sonstigen Förder- und Zugangsvoraussetzungen erfüllt sind, entscheidet die zuständige Agentur für Arbeit im Einzelfall.

Asylbewerberinnen bzw. Asylbewerbern, bei denen ein rechtmäßiger und dauerhafter Aufenthalt zu erwarten ist, ist die Teilnahme ohne Einhaltung einer Wartezeit schon in den ersten drei Monaten  möglich. Darunter fallen Asylbewerberinnen bzw. Asylbewerber aus den Herkunftsstaaten Syrien, Iran, Irak und Eritrea.

Wofür steht WeGebAU?

WeGebAU steht für „Weiterbildung Geringqualifizierter Beschäftigter und Beschäftigte in KMU“. Wenn Ihre geringqualifizierten Beschäftigten an Weiterbildungen teilnehmen, die zu einem anerkannten Berufsabschluss führen (z.B. Umschulungen oder Vorbereitungslehrgänge auf Externen- und Nichtschülerprüfungen), kann für die entstehenden Ausfallzeiten ein Arbeitsentgeltzuschuss gewährt werden. Dem Beschäftigten können die Lehrgangskosten ganz erstattet und ein Zuschuss zu Fahrkosten u.Ä. erteilt werden.